Krokodilstränen weinen • anderline - Kreativagentur in Zürich
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03. Oktober 2020

«Krokodilstränen weinen» 

Wieso eigentlich?

Flink, unbarmherzig und furchteinflössend – so ist das Krokodil. Wer hätte aber gedacht, dass es auch weinen kann? Und was hat es mit dem Sprichwort „Krokodilstränen weinen“ auf sich?
Ja, das gewaltige Raubtier vergiesst manchmal auch eine Träne. Aber nicht etwa aus Trauer oder Mitleid. Vielmehr handelt es sich dabei um einen rein physiologischen Vorgang. Denn wenn sich der Oberkiefer beim Fressen hebt, dann drückt dieser auf eine Drüse hinter dem Augenlied, die daraufhin ein Sekret absondert. Ähnlich ist es bei der Tränenflüssigkeit beim Menschen, die sich bildet, wenn man leicht an seinem inneren Augenwinkel drückt. Daher kommt auch die Redensart „Auf die Tränendrüse drücken“.
Das Sekret aus den Augen der Krokodile wurde als fies und heuchlerisch angesehen. Die Redewendung „Krokodilstränen weinen“ verwendet man deshalb, wenn jemand vorspielt, als tue ihm etwas leid. Die Flüssigkeitsproduktion ist wichtig für den Erhalt der Augengesundheit beim Menschen sowohl als auch bei allen Wirbeltieren. Jedoch sind die Menschen die einzig bekannte Spezies, die aus emotionalen Gründen weinen. Sei es echt oder eben doch nur eine Krokodilsträne.