Jemandem einen Bären aufbinden • anderline - Kreativagentur in Zürich
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29. Juni 2020

«Jemandem einen Bären aufbinden» 

Wieso eigentlich?

Verars**en, schwindeln, die Unwahrheit sagen – alles bekannte Synonyme dafür, jemanden zu belügen. Auch jemanden an der Nase herumzuführen, ist eine gebräuchliche Redensart und ergibt auf symbolischer Ebene durchaus Sinn. Wieso aber binden wir jemandem einen Bären auf? Wir gingen der Sache auf den Grund….
 
Und zwar gibt es – wie fast immer – mehrere Erklärungsansätze. Eine der wahrscheinlichsten aber ist, dass die Redewendung in der germanischen Sprache wurzelt. Die ürsprüngliche Silbe ‘beren’ (Last/tragen … aufbinden/anhängen) wurde zu einem späteren Zeitpunkt aufgrund von mangelnder Sprachkenntnisse als Bär gedeutet, was jedoch auch keine klar verständliche Aussage brachte. Da sich der Volksmund die Redewendung nach wie vor nicht erklären konnte, wurden kurzerhand etliche Geschichten und Anekdoten erfunden, um die Entstehung erklärbar zu machen. Eine Mögliche davon ist diejenige der Jäger und dem Wirten: Letzterer begrüsste eines Abends in seiner Wirtschaft eine Gruppe von Jägern. Diese liessen es sich gut ergehen und verzehrten Speisen und Getränke im Übermass, nur um daraufhin dem armen Wirten erklären zu müssen, dass sie gar kein Geld besitzen, um bezahlen zu können. Nach längerer Überzeugungsarbeit gelang es den gewieften Weidmännern aber, den Gastgeber dazu zu bringen, einen Bären als Pfand anzunehmen. Erst nachdem die Jäger schon das Weite gesucht hatten, bemerkte der Wirt seinen schlechten Tausch und fagte sich, was er überhaupt mit einem lebenden Bären soll. 
 
Zugegeben: Vielleicht nicht die aller-plausibelste Erklärung, aber dennoch unterhaltsam, wie wir finden. 😉
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