Wenn ein grosser Coup geplant ist, dann steht von Anfang an fest: Jemand muss während der (meist) kriminellen Handlung Schmiere stehen, damit keiner den gegebenenfalls penibel durchdachten Plan noch zunichte machen kann.
Der Schein trügt auch hier mal wieder, denn mit Öl oder Fett hat diese Redensart rein gar nichts am Hut.
Erneut verdanken wir diese Redensart dem entsprechend der verehrten Gaunersprache. So wurde der Ausdruck zwar nicht von den hiesigen Ganoven erfunden, nein, aber zumindest von ihnen in die deutsche Sprache getragen. Ihren sprachlichen Ursprung findet die Redewendung nämlich im Jiddischen, wo das Wort “schimro” Wache, Bewachung bedeutet. Im Deutschen wurde es dann einfach an das bereits vorhandene Wort “Schmiere” angeglichen – et voilà: Schmiere stehen.
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